Segensreiche Geburtstagsgrüße für mein Patenkind

Als Pate oder Patin trägt man eine besondere Verantwortung: nicht nur beim Tauftag, sondern an jedem Geburtstag ist die Nähe spürbar. Dieser Text gibt praktische Anregungen, stilvolle Formulierungen und kreative Ideen, wie Sie Ihrem Patenkind echte, von Herzen kommende Geburtstagswünsche schenken können. Lesen Sie weiter, um ins Detail zu gehen — vom kurzen Kärtchen bis zum ausgearbeiteten Brief und von kindgerechten Worten bis zu segensreichen Texten für Erwachsene.

Warum der Geburtstag des Patenkindes besondere Bedeutung hat

Ein Geburtstag markiert mehr als ein weiteres Lebensjahr; er ist eine Gelegenheit, Wertschätzung und Fürsorge zu zeigen. Besonders als Patentante oder Patenonkel wird der Tag zur Erinnerung an die bleibende Rolle, die man im Leben dieses Menschen spielt. Kleine Gesten der Beständigkeit können Vertrauen stiften und das Gefühl vermitteln: „Ich bin da, auch wenn nicht jede Woche Kontakt besteht.“

Viele Eltern schätzen es, wenn die Patenschaft über symbolische Aufgaben hinausgeht und konkrete Unterstützung bietet — sei es durch liebe Worte, durch Zeit oder durch ein Zeichen der Begleitung. Geburtstagsgrüße sind deshalb nicht nur nett, sie bauen Bezüge auf, die über Jahre wirken können. Gut gewählte Worte geben Orientierung, Trost und Freude zugleich.

Worauf es beim Tonfall ankommt

Der richtige Ton hängt vom Alter, vom Charakter und von Ihrer Beziehung zum Patenkind ab. Ein kleines Kind freut sich über einfache, fröhliche Sätze und bunte Bilder; Jugendliche bevorzugen oft Authentizität, Humor oder Unterstützung für Ziele; junge Erwachsene erwarten Reife, Respekt und möglicherweise praktische Tipps. Passen Sie Wortwahl und Länge dem Empfänger an.

Außerdem spielt die religiöse oder weltliche Ausrichtung eine Rolle: Segenswünsche mit religiösem Bezug können tröstend und verbindend wirken, sollten aber zur Familie passen. Humorvolle oder poetische Grüße können wichtige Momente leichter machen, doch Authentizität bleibt entscheidend — ehrliche Worte erreichen mehr als übertriebene Formulierungen.

Grundtypen von Geburtstagsbotschaften

Man kann grob zwischen fünf Kategorien unterscheiden: kurz und herzlich, humorvoll, segensreich/religiös, poetisch und persönlich-reflexiv. Jede Kategorie hat ihren Platz und lässt sich kombinieren. Ein kurzer, liebevoller Wunsch kann durch einen persönlichen Satz ausgebaut werden, und ein geistlicher Segen kann mit praktischen guten Wünschen ergänzt werden.

Die Kunst besteht darin, die Worte so zu wählen, dass sie beim Lesen ein Bild erzeugen: Wärme, Zuversicht oder ein Lächeln. Brechen Sie große Gedanken in kleine, konkrete Bilder auf — das macht Texte einprägsamer. Nutzen Sie die Gelegenheit, dem Patenkind etwas mitzugeben, das über reine Floskeln hinausgeht.

Glückwünsche nach Altersgruppen

Die Ansprache verändert sich mit den Lebensjahren. Was bei einem Dreijährigen funktioniert, wirkt bei einer Fünfzehnjährigen platt. Unterteilen Sie Ihre Botschaft nach Altersstufen und wählen Sie passende Inhalte: Spiel, Staunen, Mut, Selbstvertrauen oder Verantwortung. So bleibt der Wunsch nicht nur höflich, sondern relevant.

Im Folgenden finden Sie konkrete Vorschläge und Beispiele, die Sie direkt übernehmen oder als Inspiration nutzen können. Achten Sie darauf, Beispiele individuell anzupassen — ein Name, eine Erinnerung oder ein Insider macht jede Formulierung persönlicher.

Für Babys und Kleinkinder

Bei sehr jungen Kindern sind Worte vor allem für die Eltern wichtig; dennoch lohnt es sich, eine liebevolle Karte zu hinterlassen, die später aufbewahrt wird. Kurze Reime, einfache Segensworte oder ein liebevoller Wunsch sind angemessen. Farbenfrohe Karten und kleine symbolische Geschenke bleiben oft über Jahre wertvoll.

Beispielhaft: „Kleiner Sonnenschein, möge dein Leben voller Lachen und neugieriger Abenteuer sein. Deine Patentante/Dein Patenonkel ist immer an deiner Seite.“ Solche unkomplizierten Sätze lassen sich leicht mit einem Bild, einem Fingerabdruck oder einer kleinen Zeichnung kombinieren.

Für Kinder im Schulalter

Schulkinder lieben konkrete Dinge: ein Lob für eine Leistung, eine Erwähnung eines Hobbys oder eine kleine Zukunftsvision. Mit fünf bis zehn Jahren bietet sich ein Mix aus spielerischer Sprache und motivierenden Worten an. Ein Gutschein für ein gemeinsames Erlebnis kann die Verbindung stärken und bleibt in guter Erinnerung.

Praktisches Beispiel: „Alles Gute zum Geburtstag! Bleib neugierig und mutig — ich freue mich darauf, mit dir das nächste Museum zu besuchen und deine Fragen zu hören.“ Solche Einladungen signalisieren Zeitinvestition und Interesse.

Für Jugendliche

Teenager benötigen Respekt für ihre wachsende Eigenständigkeit. Statt belehrend zu wirken, ist Authentizität gefragt: Anerkennen Sie ihre Entwicklung, bieten Sie Unterstützung an und verzichten Sie auf übertriebenen Ratschlag. Humor, knappe Botschaften und konkrete Angebote zur Hilfe bei Schullinks oder Projekten kommen gut an.

Ein Beispiel: „Herzlichen Glückwunsch! Ich bewundere, wie du dich machst. Wenn du mal jemanden zum Reden brauchst oder Hilfe bei Bewerbungen willst, bin ich da.“ So kombinieren Sie Anerkennung mit konkretem Angebot.

Für junge Erwachsene und Erwachsene

Bei jungen Erwachsenen können Sie Reflexion und Perspektive anbieten: Wünsche für berufliche Wege, Partnerschaft oder innere Balance sind sinnvoll. Bei älteren Patenkindern sind Erinnerungen an gemeinsame Momente und die Zusicherung anhaltender Begleitung oft berührend. Halten Sie den Ton respektvoll und warm.

Beispielhaft: „Zu deinem Geburtstag wünsche ich dir Klarheit für deine Entscheidungen und Freude an kleinen Erfolgen. Du kannst jederzeit auf meine Unterstützung zählen.“ Solche Worte schaffen Stabilität, ohne in Ratschläge zu verfallen.

Konkrete Formulierungen: kurz, mittel, lang

Für verschiedene Situationen sind unterschiedliche Längen der Botschaft praktisch. Eine kurze SMS, eine handgeschriebene Karte und ein ausführlicher Brief erfüllen verschiedene Funktionen. Hier finden Sie je Kategorie passende Beispiele, die sich leicht anpassen lassen.

Wichtig ist, dass wenige gezielte Sätze oft wirkungsvoller sind als lange Allgemeinphrasen. Wählen Sie eine Form, die zu Ihrer Beziehung passt und die Sie authentisch aussprechen könnten.

Kurze, herzliche Grüße

Kurze Texte eignen sich für Nachrichten, Karten oder als Einleitung. Sie sind schnell gelesen und bleiben emotional stark, wenn sie konkret sind. Formulierungen sollten ein Gefühl und einen Wunsch enthalten.

  • „Alles Liebe zum Geburtstag! Bleib neugierig und fröhlich.“

  • „Herzlichen Glückwunsch! Ich bin stolz, deine Patin/dein Pate zu sein.“

  • „Feier schön — ich freue mich auf unser nächstes Treffen.“

Ausführlichere Karten und Briefe

Wenn Sie einen längeren Brief schreiben, nutzen Sie die Gelegenheit, Erinnerungen zu teilen, Werte zu benennen und konkrete Wünsche zu formulieren. Ein längerer Text darf persönlich werden und kleine Anekdoten enthalten, die das Band zwischen Ihnen und dem Patenkind beleuchten.

Beispielabschnitt: „Ich erinnere mich noch an deinen dritten Geburtstag, als du die Kerzen mit einem Sturm von Fragen ausgemacht hast. Heute wünsche ich dir die gleiche neugierige Freude — mögest du Chancen erkennen und den Mut haben, deine Wege zu gehen.“ Solche Sätze verbinden Vergangenheit mit Zukunft.

Segenswünsche und religiöse Formulierungen

Religöse Segensworte sind kraftvoll, wenn sie zur Familie passen und in Ihrer Sprache authentisch klingen. Klassische Segenssätze wie „Der Herr segne dich und behüte dich“ sind vertraut und können kurz angerichtet große Wärme ausstrahlen. Ergänzen Sie religiöse Worte mit persönlichen Wünschen.

Ein Beispiel: „Möge Gottes Segen dich begleiten, deine Schritte lenken und dir Stärke schenken. Ich bete dafür, dass du Sicherheit und Freude findest, wo immer dein Weg dich führt.“ Solche Kombinationen verbinden Glaube mit konkreter Begleitung.

Poetische und kreative Ansätze

Wer gerne schöpferisch schreibt, kann metaphorische Bilder nutzen: Jahreszeiten, Sterne, Leuchttürme oder Reisen eignen sich als Symbole für Wachstum und Orientierung. Achten Sie darauf, Bilder nicht zu überfrachten; ein klar gewähltes Motiv wirkt oft stärker als viele Metaphern.

Zum Beispiel: „Mögest du wie ein Baum Wurzeln schlagen und dennoch den Mut zum Wachsen behalten. An deinem Geburtstag sende ich dir Licht für dunkle Tage und eine Brise Hoffnung für neue Wege.“ Solche Bilder bleiben im Gedächtnis.

Beispiele für besondere Anlässe

Manche Geburtstage fallen mit wichtigen Lebensabschnitten zusammen: Einschulung, Schulabschluss, Konfirmation, Volljährigkeit, runde Geburtstage. Zu diesen Anlässen lohnt es sich, Wünsche bewusst zu formulieren und sie mit einem Symbol oder Geschenk zu verbinden.

Bei einer Konfirmation sind Segensworte angebracht, bei der Volljährigkeit kann ein persönlicher Brief über Werte und Verantwortung wertvoll sein. Bei runden Geburtstagen darf gern stilvoll gefeiert und zugleich die Lebensleistung anerkannt werden.

Einschulung und Schuljahre

Wünsche zur Einschulung sollten Mut machen und den Spaß am Lernen betonen. Erwähnen Sie Neugier und Fehlerfreundlichkeit — beides wichtige Werte für schulische Entwicklung. Ein kleines Buch oder eine praktische Schultasche mit einer handgeschriebenen Notiz ist eine schöne Kombination.

Beispiel: „Alles Gute zur Einschulung! Hab Freude am Entdecken und denk daran: Fragen sind der Schlüssel zum Lernen. Ich freue mich darauf, deine ersten Geschichten vom Schulalltag zu hören.“

Konfirmation oder Firmung

Religiöse Feste verlangen respektvolle, ermutigende Worte, die den Glaubensweg bestätigen. Ein Segensspruch kombiniert mit einem persönlichen Segen und der Zusicherung von Unterstützung ist angemessen. Vermeiden Sie belehrenden Ton und setzen Sie auf Begleitung.

Beispiel: „An deinem Festtag wünsche ich dir den Mut, deinen Glauben zu leben, und die Weisheit, ihn zu teilen. Möge Gottes Nähe dich stärken — heute und in allen kommenden Jahren.“

Volljährigkeit und Übergänge ins Erwachsenenleben

Zum 18. Geburtstag geht es um Anerkennung der neuen Selbstständigkeit. Gute Wünsche für Entscheidungskraft, Verantwortungsbewusstsein und die Freude an eigenen Schritten sind sinnvoll. Praktische Unterstützung wie ein Mentorengespräch, Hilfe beim Bewerben oder ein symbolisches Geschenk kann dazugehören.

Beispiel: „Willkommen im Erwachsenenalter! Ich wünsche dir Klarheit für Entscheidungen, Mut für Neuanfänge und Menschen, die dich begleiten. Wenn du Rat brauchst, stehe ich dir mit meiner Erfahrung zur Seite.“

Gestaltung und Präsentation: Ideen, die bleiben

Der Inhalt ist wichtig — die Form entscheidet oft, wie nachhaltig die Botschaft wirkt. Handgeschriebene Karten, kleine selbstgemachte Bücher oder eine Mappe mit Erinnerungen erzeugen Emotionalität. Digitale Grüße funktionieren schnell, doch eine physische Spur bleibt länger.

Ein Brief in einer besonderen Verpackung, ein Foto mit persönlicher Widmung oder ein kleines Video, in dem Sie eine Geschichte erzählen, können den Wunsch aufwerten. Wählen Sie die Präsentation so, dass sie zur Botschaft passt.

Geschenke mit Bedeutung

Erlebnisse schlagen Dinge: Ein gemeinsamer Ausflug, ein Workshop oder ein Nachmittag beim Handwerken schafft Erinnerungen. Materielle Geschenke können symbolisch und nützlich sein, etwa ein Buch, ein Schmuckstück mit Gravur oder ein Erinnerungsalbum.

Manchmal ist es die Kombination, die wirkt: ein liebevoll geschriebener Brief zusammen mit einer Eintrittskarte zu einem Erlebnis. Das zeigt Planung und Zeitinvestition — beides wertvoller als reiner Konsum.

DIY-Ideen für Karten und Geschenke

Selbstgemachtes bleibt oft besonders: Eine Karte mit Aquarell, eine kleine Liste mit 12 Gründen, warum man das Patenkind liebt, oder ein Gutschein für gemeinsame Zeit. Solche Dinge sind persönlich und benötigen keine großen Budgets, nur Aufmerksamkeit.

Ein Beispielprojekt: Ein „Lebensbaum“-Album, in dem Sie jeden Geburtstag ein Foto und eine kurze Notiz sammeln. So entsteht ein persönliches Archiv, das mit den Jahren an Tiefe gewinnt.

Praktische Mustersammlung: Vorlagen zum Anpassen

Hier finden Sie Vorlagen in verschiedenen Tonlagen, die Sie übernehmen oder leicht personalisieren können. Ersetzen Sie Platzhalter mit Namen, Erinnerungen oder konkreten Angeboten, damit der Text echt wirkt. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viele Standardfloskeln verwenden.

Vorlagen helfen, Schreibblockaden zu überwinden, und lassen sich modular zusammensetzen: Ein kurzer Einstieg, ein persönlicher Mittelteil und ein abschließender Wunsch erzeugen eine stimmige Karte.

Herzliche und kurze Beispiele

  • „Alles Liebe zum Geburtstag, [Name]. Bleib mutig und freudig — ich bin an deiner Seite.“

  • „Happy Birthday! Möge jeder Tag dir ein kleines Glück bringen.“

  • „Feier schön und denk daran: Du bist geliebt.“

Längere, persönliche Briefbeispiele

„Lieber [Name], seit deiner Taufe beobachte ich, wie du wächst und dich entwickelst. Deine Neugier beeindruckt mich immer wieder. Zu deinem Geburtstag wünsche ich dir, dass du deine Talente erkennst und den Mut findest, sie zu leben. Ich bin stolz, dich begleiten zu dürfen und freue mich auf viele weitere gemeinsame Momente.“

Solche Briefe verbinden Erinnerung, Gegenwart und Zukunft und vermitteln damit dauerhafte Verbundenheit.

Religiöse Vorlagen

  • „Möge Gottes Segen dich begleiten und dir Frieden schenken. Ich bete dafür, dass du Sicherheit und Licht findest.“

  • „Der Herr segne dich und behüte dich. Für deinen Weg wünsche ich dir Hoffnung und Liebe.“

Tabelle: Ton, Anlass und Beispielgeschenk

Eine kompakte Übersicht hilft bei der schnellen Entscheidung: Welche Tonlage passt zu welchem Anlass und welches kleine Geschenk unterstützt die Botschaft? Die folgende Tabelle bietet pragmatische Anhaltspunkte.

Anlass

Ton

Beispielgeschenk

Einschulung

ermutigend, fröhlich

Buch, Stifte-Set, Ausflug ins Museum

Konfirmation/Firmung

segensreich, respektvoll

Segenskarte, Bibel, Kreuzanhänger

Volljährigkeit

feierlich, unterstützend

Brief mit Ratschlägen, Gutschein für Kurs

Runder Geburtstag

anerkennend, persönlich

Fotoalbum, Erlebnisgeschenk

Formulierungen vermeiden: Was nicht gut ankommt

Manche Phrasen wirken abgedroschen oder unpassend: allgemeine Floskeln ohne persönlichen Bezug, übertriebene Lobeshymnen oder belehrende Hinweise. Vermeiden Sie Sätze, die mehr der Tradition als der Person dienen. Authentizität ist wichtiger als Perfektion.

Auch das Erzählen von unpassenden Anekdoten oder das Vergleichen mit anderen kann verletzend sein. Nehmen Sie stattdessen die Perspektive des Patenkindes ein und überlegen Sie, welche Botschaft Ihnen selbst tröstlich oder stärkend erschienen wäre.

Tipps zum handschriftlichen Schreiben

Eine gut geschriebene Karte beginnt mit guter Lesbarkeit: Schreiben Sie deutlich und wählen Sie eine angenehme Stiftfarbe. Halten Sie Sätze kurz und warmherzig, und signieren Sie mit Ihrem Namen und einem kleinen Zusatz wie „Deine Patin“ oder „Dein Pate“. Das macht die Karte verbindlicher.

Platzieren Sie ein Datum und gegebenenfalls einen kleinen Nachsatz für die Zukunft, zum Beispiel „Auf unser Treffen im Sommer freue ich mich.“ Solche Hinweise signalisieren Kontinuität und schaffen Verbindlichkeit.

Persönliche Erfahrung einer Patin

Als Patin erinnere ich mich an einen Geburtstag, an dem ich einen langen Brief schrieb, in dem ich kleine Anekdoten und Wünsche kombinierte. Jahre später zeigte mir das Patenkind die Karte und sagte, sie sei eines der wichtigsten Stücke in ihrer Schublade gewesen. Diese Erinnerung hat mich gelehrt: Worte können lange bleiben.

Seitdem versuche ich bei jedem Geburtstag eine kleine, persönliche Botschaft und eine konkrete Einladung zu einem gemeinsamen Erlebnis zu kombinieren. Die Kombination aus Text und Zeit schafft tragfähige Verbindungen, die nicht in oberflächlichen Glückwünschen verhallen.

Praktische Checkliste vor dem Absenden

Bevor Sie die Karte abschicken, prüfen Sie kurz: Ist der Name korrekt geschrieben? Passt der Ton zur Beziehung? Ist die Botschaft persönlich genug? Solche schnellen Kontrollen verhindern peinliche Fehler und sorgen dafür, dass Ihr Wunsch wirklich ankommt.

Weitere Punkte: Datum eintragen, Lesbarkeit prüfen, gegebenenfalls eine kleine Verzierung hinzufügen. Oft lohnt es sich, einen Moment länger zu überlegen und ein Detail einzufügen, das die Karte einzigartig macht.

Wenn Worte fehlen: Alternativen zur Karte

Manchmal fällt das Schreiben schwer oder es fehlt die Zeit. Dann sind gemeinsame Gesten eine Alternative: Ein Anruf mit einer persönlichen Anekdote, ein kurzes Video mit einem Wunsch oder ein gemeinsamer Termin sind ebenso wirkungsvoll. Wichtig ist die Absicht, nicht die Perfektion.

Eine Idee ist auch ein Kalender mit zwölf kleinen Nachrichten, die Sie monatlich per Nachricht senden. So entsteht über das Jahr hinweg Begleitung statt eines einmaligen Aktes.

Wie man Witze und Humor richtig einsetzt

Humor verbindet, kann aber auch verletzen, wenn er fehlgeht. Nutzen Sie Witze nur, wenn Sie die Grenzen und Vorlieben Ihres Patenkindes kennen. Sarkasmus funktioniert selten in schriftlicher Form — was im persönlichen Gespräch als freundlich empfunden wird, kann auf Papier missverstanden werden.

Ein sicherer Weg ist Selbstironie oder ein liebevoller Insider-Witz, den nur Sie beide teilen. Solche kleinen Seitenhiebe stärken oft die Beziehung, weil sie Nähe und Vertrautheit signalisieren.

Die Sprache der Wertschätzung: Worte, die stärken

Konkrete Anerkennung wirkt stärker als allgemeines Lob. Statt „Du bist toll“ schreiben Sie besser: „Ich bewundere, wie geduldig du mit anderen bist“ oder „Deine Ausdauer beim Lernen beeindruckt mich.“ Solche Details zeigen, dass Sie aufmerksam sind.

Worte, die stärken, betonen Fähigkeiten, nicht nur Eigenschaften. Sie laden das Patenkind ein, an seinen Stärken zu wachsen und sich selbst als handlungsfähig zu erleben.

Wenn der Kontakt abgebrochen war

Manche Patenschaften erleben Zeiten mit wenig Kontakt. Ein Geburtstagsgruß kann ein behutsamer erster Schritt zur Wiederannäherung sein. Schreiben Sie offen, ohne Vorwürfe, und bieten Sie eine einfache Einladung an, die keinen Druck macht.

Ein Beispiel: „Zum Geburtstag denke ich an dich und hoffe, es geht dir gut. Wenn du magst, würde ich mich freuen, von dir zu hören — ganz unverbindlich.“ So bleibt die Tür offen ohne Erwartungen.

Nachhaltige Ideen: Erinnerungen schaffen

Langfristig wirken Geschenke, die Erinnerungen fördern: Ein gemeinsames Fotoprojekt, ein selbst gemachtes Album oder ein jährlicher Brief mit Rückblick. Diese Rituale schaffen Kontinuität und werden über die Jahre zu einem wertvollen Schatz.

Solche Konzepte erfordern Planung, lohnen sich aber durch die Tiefe, die sie erzeugen. Jedes Jahr ein kleines Update schafft ein wachsendes Dokument der Beziehung.

Worte der Ermutigung in schwierigen Lebenslagen

Wenn Ihr Patenkind schwierige Phasen erlebt, können Geburtstagsworte besonders tröstlich sein. Statt pathetischer Floskeln sind ehrliche Anerkennung von Gefühlen und konkrete Zusage zur Unterstützung hilfreich. Bieten Sie praktische Hilfe an, statt nur zu sympathisieren.

Formulierungsbeispiel: „Ich weiß, dass dieses Jahr herausfordernd war. Für deinen Geburtstag wünsche ich dir Momente der Ruhe und Menschen, die dich tragen. Wenn du Unterstützung brauchst, helfe ich dir gern konkret.“

Digitale Geburtstagsgrüße wirkungsvoll einsetzen

Digitale Nachrichten sind schnell, bieten aber weniger Nachhaltigkeit. Ein gut gemachtes Video, eine persönliche Sprachnachricht oder eine liebevoll gestaltete E-Card können dennoch sehr persönlich wirken. Achten Sie auf Qualität und Authentizität.

Eine kombinierte Strategie funktioniert oft am besten: digital zur kurzen Gratulation und eine handgeschriebene Karte als bleibende Spur. Dadurch verbinden Sie Schnelligkeit mit Dauerhaftigkeit.

Werte vermitteln ohne zu belehren

Als Patentante oder Patenonkel gehört es zur Rolle, Werte weiterzugeben. Tun Sie das durch Vorleben und durch konkrete, ermutigende Formulierungen, nicht durch Vorträge. Ein Wunsch, der eine Tugend benennt und ermutigt, wirkt besser als ein moralischer Appell.

Beispiel: „Ich wünsche dir Mut zur Ehrlichkeit und die Freude am Helfen. Diese Werte werden dich tragen, wenn Entscheidungen schwerfallen.“ Kurz, klar und unterstützend — so erreichen Sie mehr.

Abschlussgedanken und Einladung zur Handlung

Geburtstagsgrüße für das Patenkind sind mehr als Tradition: Sie sind Gelegenheiten, Beziehung zu gestalten und Zukunft zu stiften. Wählen Sie Worte, die konkret, persönlich und ehrlich sind, und verbinden Sie sie mit einer Handlung — einer Einladung, einem Geschenk oder einem Ritual.

Wenn Sie heute noch eine Karte verfassen möchten, fassen Sie kurz zusammen: Ein liebes Wort, eine Erinnerung und ein konkretes Angebot. So wird Ihr Glückwunsch nicht nur schön, sondern bedeutsam.

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